Schmerz-Diagnostik

Die Differentialdiagnostik - die Abgrenzung der vom Patienten angegebenen Beschwerden (hier üblicherweise die als Schmerzen verstandenen Zustände) zu den verschiedenen, möglichen, auszuschließenden Krankheiten mit ähnlichen Anzeichen - ist meistens sehr zeitaufwendig und verlangt oft auch fachübergreifende Untersuchungen.
Der größte Anteil der Schmerzpatienten gibt jedoch Schmerzen im Gelenk- und Muskel-Faszienbereich des Körpers an.
Laut  "Forum Schmerz" des deutschen Grünen Kreuzes (November 2010) sind immerhin 8,5 Millionen Erwachsene von Arthrose betroffen, wobei ca. 2,6 Millionen Knieschmerzen, 1,6 Millionen Hüftschmerzen und 2,2 Millionen Schulterschmerzen sowie 1,9 Millionen Fuß- und Sprunggelenksschmerzen angeben. Weiter verlautet, dass hiervon nur 4% schmerzfrei eine Treppe aufsteigen können und immerhin 20% klagen über  Schmerzen selbst beim Gehen auf ebener Erde.

Allein "normale" Rückenschmerzen erzeugen gemäß dieser Quelle jährlich direkte und indirekte Kosten von 20 bis 25 Milliarden Euro!

 Bild: BKK Bundesverband, Rückenschmerzen

Die Grafik des BKK-Bundesverbandes weist ähnliche Schmerzzonen auf, die sich in den Statistiken der internationalen posturologischen Gesellschaft - siehe nachfolgendes Bild - wiederfinden lassen.

Bild: Vom Fuß bis zur Schulter sind die spiralförmig laufenden Faszien und Muskelketten bei Fehlbelastung die Auslöser von Schmerzen und auch Fibromyalgie

Durch meine Forschungen und mein Wissen aus den "Generalisierten Posturalen Dysfunktionen", welches die Posturologie mit einschließt, bin ich überzeugt davon, dass gerade die oben aufgeführten Schmerzen nur die Ausdrucksform von falschen Spannungszuständen sind, die sich sehr häufig - in ca. 80% der Fälle - durch eine korrekt durchgeführte Haltungsuntersuchung mit posturologischen Methoden erklären lasssen. Diese Schmerzen können auf Grund meiner Erfahrungen im größten Teil der Fälle auch ohne Medikamente, orthopädische Behandlungen, chirurgische oder schmerztherapeutische Maßnahmen gut behandelt werden.

Um die Ursache der Schmerzen ausfindig zu machen, sind im Vorfeld Untersuchungen auf Fehler in der Nervenimpulsweiterleitung sowohl im Gehirn als auch im Körper durchzuführen. Hierfür bieten sich Messungen der Nervenbotenstoffe (Neurotransmitter) als erster Schritt an. Metall- und Umweltgiftbelastungen, Störungen der Leberentgiftung und viele andere Messungen sind möglich. Das Vorgehen der Integralen Mendizin auch in der Schmerzuntersuchung ist immer personenabhängig bzw. situationsbedingt und nicht von vorn herein standardisiert. Die notwendigen Therapien werden danach auf der Basis der gefundenen Veränderungen im Rahmen der persönlichen Möglichkeiten des Patienten festgelegt.