TENS

 TENS = Transcutane elektrische Nervenstimulation

Diese Nervenstimulation ist eine nichtmedikamentöse, effektive und sehr bewährte Therapieform, die sowohl im Rahmen einer Schmerzbehandlung als auch bei Problemen der Muskelkoordination wie zum Beispiel Lähmungen, bei einigen Formen von Blasen- und Mastdarm-Inkontinenz, bei männlicher Erektionsstörung sowie zum Muskelaufbau eingesetzt wird.

Bild: Elektroden des TENS-Gerätes am Unterarm bei einer Lähmung

Die Inkontinenz - also der unfreiwillige Abgang von Urin, Stuhl oder eventuell auch Winden findet sich bei beiden Geschlechtern, wobei Frauen mit einer Häufigkeit von bis zu 50% bereits in der Altersklasse über 50 Jahre relativ früh betroffen sind. Frauen und Männer im Alter von 80 Jahren haben eine Inkontinenzhäufigkeit von ca. 70% aller Personen. Auch wenn man darüber nicht gern spricht, hier ist oft durch die TENS-Behandlung, die der Patient dann zuhause durchführt, eine Abhilfe möglich!

Bei der so genannten organisch bedingten Erektionsstörung, bei der eine Schwächung oder Schädigung der Muskelzellen des Schwellkörpers oder des Beckenbodens ursächlich sind, kann die TENS-Therapie eventuell zusammen mit anderen Behandlungsformen sehr hilfreich sein.

Typische Beispiele der Lage von Elektroden zur Muskelstimulation zeigen die beiden folgenden Bilder (aus schwa-medico Gebrauchsanweisung MUSKELaktiv)