Kieferchirurgie

In den meisten Fällen ist es nötig, die Metallverbindungen zu entfernen, da diese nachweislich immuntoxische Reaktionen auslösen.
Die Entfernung der Metallverbindungen erfolgt unter Schutz des Patienten. Unsere normalen Maßnahmen umfassen u.a. orale Aktivkohle-Gabe vor und Sauerstoffgabe während der Behandlung. Mattenfilter und Clean-up-Absaugsystem verhindern, dass Bruchstücke und Abriebteile bei der Metallentfernung verschluckt werden können.
Bei pathogener bakterieller Besiedelung der Zahnfleischtaschen ist anschließend eine systematische Parodontalbehandlung nötig. Der Laser ermöglicht es, minimal-invasiv, d.h. „unblutig“ mit deutlich geringerer lokaler Betäubung und meist ohne systemischen Einsatz von Antibiotika zu arbeiten. Damit erreicht man eine weitgehende Keimverarmung bei vergleichsweise geringen Beschwerden.



Entzündlich oder degenerativ veränderte Zähne und Knochenabschnitte werden dann chirurgisch entfernt, ebenso verlagerte oder im Kieferknochen liegende Zähne. Das gewonnene Material kann zur Sicherung einer Diagnose auf Schwermetalle, biogene Amine und Formaldehyd untersucht werden. Unsere Fallsammlung weist bei allen Patienten eine eindeutige Belastung mit diesen Stoffen auch an jenen Zähnen auf, die ursprünglich keine Metallversorgung oder Nervenabtötung erhalten haben.

Die schon abgestorbenen Zähne müssen mit dem anliegenden Knochengewebe und eventuell vorhandene Metalleinlagerungen der Schleimhaut (siehe folgendes Bild) sorgfältig operativ entfernt werden.


Bild: "Pigmentierung" in der Schleimhaut durch Metalleinlagerungen
in einem seit Jahren zahnlosen Unterkiefer (Frau, 52 Jahre)

Andere, weniger radikale Methoden für diese Situation haben sich unserer Erfahrung nach nicht bewährt und führen auch langfristig nicht zu einer nachhaltigen Verbesserung oder Stabilisierung des Gesundheitszustandes des Patienten.