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Posturologie

Die Posturologie ist die Lehre von der (richtigen) Körperhaltung und die Korrektur von Haltungs- und Bewegungspathologien.

Als einer der beiden deutschen Lehrer für Posturologie nach Professor Bricot stellt die korrekte Diagnostik von Körperfehlhaltungen und Bewegungsstörungen für mich eine wichtige Untersuchungsmethode im Rahmen meiner integralen Medizin dar.

Hintergrund:
Die Haltung und Bewegung des Menschen ist ein Teilgebiet der Physiologie (Naturlehre), der Lehre aller Lebensvorgänge im Menschen (und Tier).

 

Situation der etablierten Medizin und Zahnmedizin:
Die funktionelle Betrachtung der Orthopädie endet am ersten Halswirbel.
Die Zahnheilkunde hat bisher die Störungen des stomatognathen Systems vorwiegend getrennt von der Körperstatik betrachtet. Die zahnärztlichen funktionellen Untersuchungen und Korrekturen fanden vorwiegend im Liegen (durch die Vorgabe des Zahnarztstuhles) und ohne Berücksichtigung der übrigen Körperpathologien statt.

 

 

Die Bezeichnungen wie „temporo-mandibular dysfunction“  (TMD), Myoarthropathie, Cranio-mandibuläre Dysfunktion (CMD) u. a. zeugen von dieser isolierten Betrachtungsweise.
Die traditionelle Zahnmedizin beginnt in letzter Zeit, die CMD mit der Cranio-cervicalen Dysfunktion (CCD) in Zusammenhang zu bringen, wobei wegen der fehlenden Studien unter dem Gesichtspunkt der evidence based medicine Zusammenhänge mit der Körperhaltung bis jetzt weitgehend ignoriert werden. Die ganzheitliche Zahnheilkunde mit ihrem herausragenden Vertreter Balters in Deutschland beschrieb schon in den 50er Jahren des letzten Jh. die Zusammenhänge zwischen der Haltungs- und Gebissentwicklung als Gnatho-vertebrales Syndrom. In den USA verbanden H. Gelb und B. Stack (USA) in ihren Lehrbüchern die Wirbelsäulendiagnostik mit der Okklusions- und Artikulationskorrektur.
Den Einfluss der nicht gelebten Händigkeit / unterdrückten Linkshändigkeit als ein Störfaktor auf die zahlreichen Funktionen des Körpers untersuche ich seit den 60er Jahren des letzten Jh.

In der Humanmedizin:
Die Physiologie als Grundlage zum Verstehen des Körpers, des Stoffwechsels, der Statik, und Dynamik beschäftigt die Wissenschaftler schon seit Jahrhunderten. Bei Prochaska (1797) finden sich erste Hinweise über den ständigen Kampf des Körpers gegen die Erdanziehungskraft:

 „....so ist bey der Muskelbewegung,
  besonders bey dem Stehen und Gehen
  die Schwere unseres Köpers immer mit im Spiele“

Eine sehr ausführliche und gut untersuchte Abhandlung über das Gehen wurde von Weber 1836 veröffentlicht.

Du Bois-Reymond (1851) reduzierte die Basis der Haltung und Bewegung auf die wesentlichen Merkmale:

„Das Skelett ist nämlich eigener Bewegung unfähig....
Die Sehnen sind wie das Skelett der eigenen Bewegung unfähig.....
Die Bewegungen der Muskeln...haben nicht das geringste Willkürliche an sich....
Der Sitz der Empfindungen, des Willens, des Bewußtseins, ist allein das Gehirn....
Ist nun bloß das Gehirn der Sitz der Empfindungen und des Willens, so müssen sowohl die Sinnesorgane,welche dem Gehirn die Eindrücke der Aussenwelt kundtun sollen, wie auch die Muskeln, welche vom Gehirn aus durch Zusammenziehung angeregt werden solle, mit dem Gehirn verbunden sein. Dies geschieht durch die Nerven.“

Das Gehen  und die Besonderheiten der menschlichen Bewegung wurden in den Arbeiten von Hermann Vierordt veröffentlicht. Bereits sein Vater Karl Vierordt - ein Physiologe der ersten Stunde - hat in dem für die zukünftige Physiologie richtungsweisendem Werk (1871) die Darstellung und Messungen der menschlichen Bewegungen veröffentlicht. Sein Sohn Hermann V. forschte zeitweise mit ihm und veröffentlichte dann einige Jahre später ihre gemeinsamen Erkenntnisse. In seinem Werk über das Gehen (1881) beschrieb Hermann V. sehr genau seine Messmethoden und Überlegungen.


Somit wurde prinzipiell die Haltungsmedizin in der zweiten Hälfte des 19. JH begründet. Das Wissen lässt sich bis in die 20-er Jahre des L.J. noch finden. Nach über 30 Jahren Unterbrechung startete die französische Wissenschaft mit den grundlegenden  Arbeiten von Baron (Physiologe) über die Zusammenhänge zwischen der Augen- und der Wirbelsäulenmuskulatur einen Neuanfang. Unter der Federführung von Gagey (Arbeitsmediziner), Roll (Neurologie)und Bricot (Orthopäde) wurden neue Ansätze in der Betrachtung und Bedeutung der Haltung des Menschen definiert. Clauzade, Bourdiol, Ceccaldi, da Cunha, Nashner, Fitzpatrick, Mc Closkey, André, Villeneuve und andere Wissenschaftler ergänzten und unterstützten diese Forschungen.

Meine jahrzehntelangen Forschungen zeigen, dass insbesondere die unterdrückte bzw. nicht gelebte Linkshändigkeit mit einer sehr hohen Unfallrate, besonders in der Kindheit, einhergeht. Im Vordergrund stehen dabei Verletzungen und Prellungen der oberen HWS und des Schädels, die langfristig zu ausgeprägten Symptomen führen.


In der Zahnheilkunde:
Hier wurden und werden chronische Erkrankungszustände des sogenannten stomatognathen Systems von akuten Verletzungen und Erkrankungen unterschieden. Dabei erweiterte sich die anfangs vom Kiefergelenk ausgehende Sichtweise (Steinhardt) durch die Einbeziehung der neuromuskulären Zusammenhänge und der Psyche in der Beschreibung und Namensgebung zusehends. Die jüngsten Begriffe Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD)  und Myoarthroocclusoneuropsychopathie (MAP nach Schulte) versuchen diese Zusammenhänge zu erfassen. Aber die Einbeziehung der benachbarten Strukturen endet aus zahnmedizinischer Sicht auch heute noch bei der vorderen Halsmuskulatur.

Meine klinische Forschung:
Intensive Forschungen in meiner Praxis seit 2011 ergaben, dass eine instabile Kopfdrehzone - die häufig auf kindliche Traumata zurückzuführen ist - enorme Auswirkungen auf den gesamten Kauapparat, die Augenkoordination und die Gleichgewichtssteuerung hat. Das Ergebnis meiner klinischen Untersuchungen wurde dabei durch DVT (digitale Volumentomographie) und Upright-MRT (Magnetresonanzuntersuchung im Sitzen bzw. Stehen mit der Möglichkeit, Bewegungswinkel zu untersuchen) bestätigt.


Diagnostik und Therapie:
Mit einer Untersuchung auf nicht erkannte Linkshändigkeit, DVT, Upright-MRT, mit der Posturologie, der Labormedizin und meinen regenerativen Therapien, wie z. B. die Therapie mit autologen Stammzellen oder die Anregung der Mikrozirkulation, stehen mir hervorragende Möglichkeiten der Diagnostik und Therapie zur Verfügung.

Gehirnlateralität- Einfluß auf die Haltung:
Die Gehirnlateralität bestimmt die Händigkeit und somit auch normalerweise die Füßigkeit und Äugigkeit.
Deshalb sollte die angeborene Händigkeit eines Menschen immer vor einer posturologische Untersuchung festgestellt werden, da nach meinen langjährigen Beobachtungen ansonsten erhebliche Fehlinterpretationen bei der posturologischen Untersuchung entstehen können.

Die Posturologie hat als Basis den Fuß. Er ist der erste und wichtigste Rezeptor für das Gehirn um die momentane Situation des Körpers im Raum und in der Bewegung richtig beurteilen zu können und gegebenenfalls auch rechtzeitig Nervenimpulse zur Haltungs- oder Bewegungs-Korrektur zu veranlassen.

Besteht an den Füßen oder den Sprunggelenken eine Instabilität oder nicht ausgeheilte Unfallfolge, werden sich Schmerzen entwickeln, die sich am ganzen Körper bis zum Kopf hinauf manifestieren können.

 

Bilder: Vom Sprunggelenk und Fuß entstehen Gelenkschmerzen aber auch Störungen der Augenkoordination und des Kauapparates
(Bild: Dr. Bricot)

 

Bei ständigen Fehlbelastungen ergeben sich in der Folge zwangsläufig Anpassungen des Haltungsapparates (Gelenke, Muskeln, Faszien), die im Laufe der Zeit zuerst zu Fehlhaltungen und dann zu Zwangshaltungen führen. Wenn diese angepassten Haltungen über zwei Jahre bestehen, werden sie sogar genetisch fixiert und können in der Folgezeit auf die später gezeugten Kinder vererbt werden.
 

Worum geht es ?
90% der Menschen haben mindestens einmal im Leben Beschwerden in bzw. an der Wirbelsäule und dem Rücken.

Medikamente wirken zwar gegen die Schmerzen, sie haben jedoch keine Wirkung auf die Ursachen des Schmerzes, d.h. auf seine mechanischen Komponenten.

Manipulationstechniken und mechanische oder physikalische Therapien behandeln wirksam dann die Ursachen, wenn akute oder traumatische Blockierungen bestehen (welche äußerst selten sind).   

In den meisten Fällen sind die Schmerzen jedoch auf eine Funktionsstörung zurückzuführen, die dann langfristig wieder zu erneuten Schmerzen führt, wenn die Ursache nicht beseitigt wird.

Weitere (Symptom-) Behandlungen mit entsprechenden Kosten für Patient und Krankenkasse, und darüber hinaus Zeitverlust sind meist die Folge – in Deutschland viele Milliarden Euro pro Jahr!

Neueste Forschungsarbeiten zeigen, dass Störungen der Statik offenbar eine der häufigsten Ursachen für diese Beschwerden sind. Ein Beweis dafür besteht darin, dass 85% der Patienten, die sich einer Behandlung der Ursache (und nicht nur der Symptome) unterziehen, bald keine Schmerzen mehr haben.
Wird die Statik des Körpers nicht langfristig korrigiert, werden sicher die Schmerzen irgendwann wieder auftreten und zu einer Einschränkung / einem Verlust der Lebensqualität führen.

Bild: Körperfehlhaltungen in roter Darstellung, korrekte Haltung in blau (Bild: Dr. Bricot)

 

Definition der Globalen Haltungsreprogrammation

Die Globale Haltungsreprogrammation ist eine an die Haltung=Postur angepasste, therapeutische Methode. Sie wirkt effektiv durch eine ganzheitliche Untersuchung und Behandlung des Patienten durch einen hierin gut ausgebildeten Therapeuten. Dieser wird nach einer umfassenden Anamnese des gesamten Lebens und einer gründlicher Untersuchung unter Berücksichtigung der Schmerzort, des Zeitpunktes der Schmerzerscheinung und der Symptomatologie des Schmerzes einen Behandlungsplan erstellen.

Anwendungsbereiche der Globalen Haltungsreprogrammation

Die beeinflussten Bereiche sind vielfältig und wir finden in diesem Zusammenhang z.B:

  • Schmerzen und Probleme im Bereich der Wirbelsäule wie Hexenschuß, Bandscheibenschäden und Bandscheibenvorfälle, Ischias, Skoliose,
  • Schmerzen im Bereich des Kauapparates, CMD, Atemstörungen, Schnarchen
  • Schmerzen durch bei generalisierter posturologischer Dysfunktion (GPD)
  • Schmerzen des Kopfes, Migräne, Schläfenschmerzen, Spannungskopfschmerzen, Sehstörungen, Orientierungsstörungen
  • Schmerzen im Bereich des Schultergürtels, Verspannungen, Arm- und Schulter-Pathologien,
  • Schmerzen in Zusammenhang mit der Statik wie Hüft-, Knie-, Fuß-Schmerzen, Oberschenkel, Arthrose,
  • Schmerzen im entzündlichen Bereich wie Rheuma, Fibromyalgie, Arthritis, Polyarthritis
  • Schmerzen durch Veränderungen der Wirbelsäule wie Skoliose, Kyphose, Hyperlordose
  • Schmerzen durch Haltungsungleichgewicht und Fallneigungen.


Der Fuß - erster Rezeptor des Haltungssystems

Der Fuß kann ein wichtiger Auslöser von Schmerzzuständen "von Kopf bis Fuss" sein. Der  Fuß kann dabei  kausativ (ursächlich) aber auch adaptativ (sich anpassend) sein. Die Folgen einer gestörten Fußsituation ist eine falsche Information für die Kontollinstanzen des Gehirns über die momentane Haltungssituation und Bodenbeschaffenheit. 

Die neuesten Forschungsarbeiten in der Neurologie zeigen uns, dass der Fuß ein wesentlicher Bestandteil des muskulären Gleichgewichtes ist.

Zum Beispiel:

  •     Plattfüsse bewirken meistens eine zu starke Wölbung im Lendenbereich
  •     Hohlfüße bewirken meistens ein vertikales Kreuzbein
  •     Eine asymmetrische Verformung des Fußes kann eine Rotation ein Kippen des Beckens bewirken
  •     Daraus können sich Schmerzen und Steifheiten in den Lendenwirbeln ergeben


Diverse Rezeptoren des Körpers wirken auf die Statik. Dies sind insbesondere:

  •    Die Augenprobleme (mangelnde Konvergenz, schlechte Augengeometrie), welche bei Augenärzten
       und Optikern meist nicht berücksichtigt werden, da diesen primär die Leseentfernung wichtig ist.
  •    Mangelndes Gleichgewicht der Halswirbel durch Funktionsstörung der Okklusion oder durch Schädel-
       und Zahn-Dysfunktionen
  •    Störungen der Kopfdrehgelenke als Unfallfolge mir nachfolgender Störung der Trigeminuskerne
  •    Störungen des Nervus vagus und N. accessorius durch verringerter Pufferzune um die Medulla oblonagta.
  •    Funktionsstörung der Bioenergie z.B. durch Narben, wobei auch kleinere Narben ein großer Störfaktor
       für die Statik und die Energien, sprich auch die Kraft, sein können.

Die dabei erzeugten Störungen des Körperstatik wirken früher oder später auf die Fuß-Statik ein, und diese auf das ganze Haltungs-Ungleichgewicht.
Die statischen Störungen finden in allen drei räumlichen Richtungen statt und in den Bereichen der Wirbel, der Gelenke, der Kapseln, der Sehnen, der Muskeln, Knochen und Bänder.
Eine Fuß-Korrektur wird unerlässlich um die Statik wieder ins Gleichgewicht zu bringen, ohne dass man jedoch dabei die anderen Faktoren vernachlässigen darf.

 

 Fuß-Korrektur: richtig und falsch

Die moderne Neuro-Physiologie hat gezeigt, dass der Umgang mit den Füßen äußerst bedacht und vorsorgend sein sollte, vor allem der Umgang mit Kinderfüssen, denn langfristig sind die Konsequenzen eines alschen Umgangs für die Körperhaltung und Bewegungsabläufe viel zu gravierend.

  • Die Exterozeptoren (Rezeptoren, welche Informationen außerhalb des Körpers  wahrnehmen): Manche sind so feinfühlig, dass sie sogar Zugunterschiede von nur 1/100 Millimeter wahrnehmen können.
  • Die Propriozeptoren (Rezeptoren, welche Informationen innerhalb des eigenen Körpers wahrnehmen): Sie sind so feinfühlig, dass sie Spannungsunterschiede von 3 bis 24 Gramm wahrnehmen können.

Da diese Rezeptoren so feine Arbeit leisten können, ist es für mich völlig unangebracht, dem Fuß "klassische", orthopädische Sohlen mit häufig sehr hohen Reliefs von mehr als 5mm anzupassen.
Solche Sohlen füllen meistens große Teile der Fußfläche aus und behindern jegliche Anpassung des Fußes durch seine Rezeptoren an die Bodenunebenheiten.


Ausnahme: in Spezialfällen wie bei neurologischen Problemen (Diabetesfuß) oder durch ein Trauma deformierte Füsse. Hier können speziell angepaßte Sohlenformen eingesetzt werden.

Jedoch: Im Normalfall dürfte es keine höheren Reliefs als 3mm auf den Sohlen im Schuh geben.

Dr. Bernard Bricot fordert sogar das Verbot von orthopädischen Sohlen für Kinder, da diese die Entwicklung der Extero- und Propriozeptoren unmöglich machen.

Das Ziel fußgerechter Sohlen ist, die Informationen (welche durch die verschiedenen Rezeptoren an den Fuß gelangen) entsprechend zu modifizieren, damit der Fuss wieder seine Eigenständigkeit und Anpassungsfähigkeit  zurückbekommt.

 

Bild: Falsche Kopfhaltung bewirkt Wirbelsäulen Probleme – und Zahnfehlstellungen (Bild: Dott. Magnani, 2011)

 

Das Auge als Rezeptor

Um sich im Raum oder am Arbeitsplatz orientieren zu können, benötigt man ein 3-dimensionales Sehen. Das binokulare Sehen (= beidäugig) stellt alle sensorischen und motorischen Aspekte des gemeinsamen Sehens von rechtem und linkem Auge dar.
Als erste Stufe des sensorischen binokularen Sehens gilt das Simultansehen, dies ist die gleichzeitige Wahrnehmung der Seheindrücke beider Augen im ZNS.
Die nächste Stufe wird Fusion genannt und ist die Fähigkeit, die Bilder beider Augen zu einem einzigen Bild im ZNS zu verschmelzen.
Dies ist die Grundlage für die dritte und höchste Form des binokularen Sehens, des räumlichen Sehens, der Stereopsis.
Diese beiden Formen fasst man auch als Binokularfunktionen zusammen.


Schielen = Phorien
Das Schielen zeigt sicht darin, dass die Augenachsen beim Sehen in die Ferne nicht parallel sind. Der Begriff Phorie (griech.: das "Getragenwerden") bezeichnet somit die Stellung der Augen (-achsen) zueinander.
Bei Orthophorie sind diese so ausgerichtet, dass ein stabiles Muskelgleichgewicht zwischen beiden Augen besteht. Bei Unterbrechung des Binokularsehens weichen die Sehachsen nicht voneinander ab und bleiben auf ein fixiertes Objekt gerichtet. Bei richtiger binokularer Zusammenarbeit beider Augen auch nach Wegfall des Fusionsreizes, paralleler Verlauf der Gesichtslinien auch in Ruhelage.
Es liegt also kein manifestes oder latentes Schielen vor, das Gesicht ist nicht „verkniffen“ („Zornesfalte“).

3 Kinder, links: bei er 1. Untersuchung, rechts nach 2-jähriger Haltungskorrektur und Augenübungen
 

Der Kauapparat als Rezeptor

Die Situation der etablierten Medizin:

  • Die funktionelle Betrachtung der Orthopädie endet am ersten Halswirbel.
  • Die Zahnheilkunde hat bisher die Störungen des stomatognathen Systems vorwiegend getrennt von der Körperstatik betrachtet.
    Funktionelle klinischen Untersuchungen und Korrekturen fanden vorwiegend im Liegen (durch die Vorgabe des Zahnarztstuhles) und ohne Berücksichtigung der übrigen Körperpathologien statt.
    Die Bezeichnungen wie „temporo-mandibular dysfunction“  (TMD), Myoarthropathie, Cranio-mandibuläre Dysfunktion (CMD) u. a. zeugen von dieser isolierten Betrachtungsweise.
  • Die Schulmedizin beginnt in letzter Zeit, die CMD mit der Cranio-cervicalen Dysfunktion (CCD) in Zusammenhang zu bringen, wobei wegen der fehlenden Studien unter dem Gesichtspunkt der evidence based medicine Zusammenhänge mit der Körperhaltung bis jetzt weitgehend ignoriert werden. 

 

 

 


Bild: Einfluss der Bissklasse auf die Körperhaltung nach Bricot

Die Haut als Rezeptor

Die Wissenschaft nennt es "haptische Wahrnehmung". Sie bildet den Oberbegriff für “taktile” und “kinästhetische” Wahrnehmung.

Allgemein verständlich nennen wir das "Tastsinn. Das einfache Ablegen einer Fingerkuppe auf eine Oberfläche bewirkt beim Menschen noch keine Wahrnehmung einer Oberflächenstruktur.

Ein wirkliches Ertasten der Umwelt setzt beim Menschen die aktive Bewegung von Händen und Fingern voraus.
Das heißt, es findet eine Bewegung statt (kinästhetische Reizung), bei der z.B. Oberflächen von Gegenständen nur durch Dehnung und Bewegung der Haut (taktile Reizung) erkannt werden.
Anders ist es, wenn die Oberfläche sich bewegt – dann tasten wir „passiv“.

Erst wenn der Finger über die Oberfläche gleitet, kann festgestellt werden, ob sie z.B. glatt oder rau ist.
Somit ist das "Ertasten" wirklich nur durch die Kombination von kinästhetischen und taktilen Informationen möglich.
Der Tastsinn entspricht also der "haptischen Wahrnehmung".                                                                                           

Die Sinnsezellen der Haut haben verschiedene Funktionen und Fähigkeiten. Dazu gehören:

  • Freie Nervenendigung
  • Vater-Pacini-Körperchen
  • Ruffini-Tastkörperchen
  • Merkel-Tastscheibe und
  • Meissner-Tastkörperchen

Sinneszellen als Rezeptoren kann man grob mit einem biologischen Sensor vergleichen. Diese Hautrezeptoren sind das erste Glied unserer Sinne, jeder Rezeptor reagiert dabei auf spezielle Reize.

 

Globale Haltungsreprogrammierung

Die hierbei eingesetzten therapeutischen Sohlen nach dem Prinzip von Bricot wurden mit Doppelblindstudien wissenschaftlich getestet, in der Literaturliste finden sich entsprechende wissenschaftliche Adressen.
Die spezielle Form und Zusammensetzung der Sohlen mit ihrer bioenergetischer Wirkung unter bestimmten Reflexpunkten des Fußes korrigieren die Ungleichgewichte des Körpers im Raum.
Die Sohlen haben ein elektro-galvanisches Element, das pulsierende Felder (ca. 90 Hz) erzeugt.
Die Biostimulations-Sohlen benutzen den Fuß als exterozeptiven, propriozeptiven und reflexartigen Zugang zum Körper.
Der Körper wird sich somit aus seiner jahrelangen Fehlhaltung aufrichten und die Muskelketten und Faszien kommen wieder in ein Gleichgewicht. Weitgehende Schmerzfreiheit ist die Folge.

 

Behandlung:

  • Die Verschreibung von - auf die vorgefundene Situation angepassten - elektro-galvanischen Sohlen. Diese wirken auf die Reflexpunkte der Füsse. Es wird somit eine Korrektur des gesamten Haltungsapparats bis zum Nacken erreicht.
  • Übungen für die Wiederherstellung der Augengeometrie. Diese bewirken eine Korrektur der Kopfhaltung, Kopfdrehgelenke und der oberen HWS (diese Übungen kann der Patient teilweise nach fachlicher Anleitung selbst üben)
  • Eine mögliche Behandlung des Kauapparates. Diese bewirkt zusammen mit den Augenübungen eine Korrektur der Kopfhaltung und oberen HWS
  • Eine mögliche Narbenbehandlung: Diese bewirkt - je nach intensität des Störfeldes - eine Verbesserung der Haltung durch Ausschaltung  von reflektorischen Muskelfehlanpassungen (diese Behandlung kann der Patient teilweise selbst durchführen)
  • Manipulative Deblockierung, Physiotherapie, etc.

 

Reprogrammierung:

Die elektro-galvanischen Elemente in den Spezialsohlen nach Prof. Bricot erzeugen eine Frequenz von 90 Herz.
Diese Frequenz wurde in zahlreichen Studien von Roll als stimulierend und für das Gehirn (als Zentralcomputer) als wesentlich für die Haltungskontrolle herausgefunden.
In der Folge der Dauerstimulation kommt es - vom Gehirn veranlasst - zu einer Änderung der Gesamtmuskelspannung des tonischen Haltungssystems.
Der Körper richtet sich auf und die Gelenke sowie die WS bekommen wieder eine weitgehend normale Position oder Stellung, soweit es in der individuellen Anatomie biologisch vorgegeben war.
Diese permanente Haltungskorrektur - hervorgerufen durch die oben angeführten Maßnahmen - bewirkt eine Verringerung der Schmerzen und Entzündungsituationen im Körper (soweit diese nicht durch Bakterien etc. verursacht wurden).

Im Laufe von wenigen Monaten stabilisiert sich das Haltungssystems. Es benötigt aber - je nach Dauer der Krankengeschichte - zwischen 1 bis 5 Jahre, bis eine Dauerstabilität erreicht wird. In der Foilgezeit ist dann eine weitere posturologische Therapie nicht mehr notwendig.

 

Kontrolluntersuchungen:

Normalerweise kommt der Patient alle zwei bis drei Monate zur Kontrolle. Dies sollte über wenigstens 1 Jahr so fortgeführt werden,  damit frühzeitig bei Veränderungen der Situtaion seitens des Posturologen gegengesteuert werden kann.
Es ist üblich, dass der Patient bei den Untersuchungen gefilmt und fotografiert wird, damit für spätere Fragen eine gute Dokumentation der seitherigen Änderungen vorliegen. Je nach Schwere des Krankheitsbildes werden auch anerkannte oder standartisierte Testfragebögen verwendet.

 

 

Wissenschaftliche Literatur  zur Posturologie

Hinweis:  

Es gibt eine umfassende wissenschaftliche Forschung und Literatur über die Posturologie bzw. deren Themen. Sehr umfangreich ist dabei die Grundlagenforschung in Frankreich, dem Land, in dem die moderne Posturologie unter der Federführung von Dr. B. Bricot vor ca. 35 Jahren begann. Die nachfolgende Literaturliste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Einige Quelle insbesondere von Myers. T.W. sowie Wancura-Kampik I. hinsichtlich des Neuverständnisses der funktionellen Anatomie oder Karnath H.-O. und Thier P. mit neuen Ergebnissen aus der Neuropsychologie dienen dem besseren Verständnis im Kontext der Posturologie.

Hintergrund:
- PROCHASKA G.: Lehrsätze aus der Physiologie des Menschen, Erster Band, Wien 1797, bey Christian Friedrich Wappler, ISSN 1866-4784 - http://vlp.mpiwg-berlin.mpg.de/
- WEBER W., WEBER E.: Mechanik der menschlichen Gehwerkzeuge, Dietrichsche Buchhandlung, Göttingen,1836, eod books2ebooks.eu
- DU BOIS-REYMOND E. 1912: Über tierische Bewegung. Im Verein für wissenschaftliche Vorträge zu Berlin am 22. Februar 1851 gehaltene Rede. In: Reden von Emil du Bois-Reymond in zwei Bänden. Erster Band. 2. vervollständigte Auflage, edited by Estelle du Bois-Reymond, 27-50. Leipzig: Veit & Comp., ISSN 1866-4784 - http://vlp.mpiwg-berlin.mpg.de/
- VIERORDT K.: Die Physiologie des Menschen, Stehen und Ortsbewegungen, S.437-453, Tübingen, 1871,Verlag Laupp´sche Buchhandlung
- VIERORDT H.: Das Gehen des Menschen in gesunden und kranken Zuständen. Nach selbstregistrierenden Methoden. Tübingen, Verlag der H. Laupp‘schen Buchhandlung, 1881, Nachdruck bei: Kessinger Publishing LLC, ISBN 9781167554063

Stomatognathes System und Haltung:
- AIT-ABBAS L. Occlusion et posture de l’enfant. Toulouse. Mémoire pour le Diplôme Universitaired’Occlusodontologie. 1992
- BERTHOZ , ROUSSIÉ-BAUDRY D, Physiopathologiy of otolith-dependent vertigo : contribution of cerebral cortex and consequences of craniofacial asymetries Adv ORL 58.
- CHAPOT G., DUMONT - TYC S., HUGELIN A. et VERROUST J. Influences segmentaires et supra-segmentaires sur la courbe de gain du réflexe monosynaptique du masséter. Paris J. Physiol. 316-317 1964 56
- CLAUZADE M.-A., LUBESPÈRE A, GALABERT J. “Meulage prophylactique chez l’enfant”. Rio de Janeiro Congrès Mondial FDI. 1979
- DELAIRE J. Essai d’interprétation des principaux mécanismes liant la statique à la morphogénès céphalique. Actua. Odonto. Stom. 1980 130
- GOLDSTEIN J. Influence of cervical posture on mandibular movement. Prosthetdent 421 1984 52
- HARTMANN F., VEDEL J.-P., Mei N. “Physiologie et physiopathologie de la mastication”. Paris EMC stomatologie I. 1982 22008 A 15, 10
- HARTMANN, F.C. Etude chez le chat de la décharge des récepteurs appartenant au territoire trigéminal. Enregistrement par micro-électrodes extra-cellulaires au niveau du ganglion de Gasser. Marseille Thèse Sci. Odontol. 1970
- HARTMANN F., CUCCHI G. Les dysfonctions cranio-mandibulaires. Ed. Springer-Verlag Paris. 1993
- LEVINKIND, M. Considerations of whole body posture in relation to dental development and treatment of malocclusions in children. Oral Health Report, Vol I; 2008, BDA Journal Supplement
- MEI N.,TRUB M., ORSINI J.C. Étude par macro & microéléctrodes des projections hypothalamiques ques des afférences desmodontales chez le rat et chat. Act. Odonto Stomatol. 1983 151 673-683.
- MEI N., TRUB M; Effects on periodontal stimulation on VMH neurones in Anesthezied rats. Brain Research. 1991 Bull 27. 29-34
- MEYER J. Participation des afférences trigéminales dans la régulation tonique posturale orthostatique. Intérêt de l’examen systématique du système manducateur chez les sportifs de haut niveau Paris Thèse de 3e cycle pour le Doctorat en Sciences odontologique 1977
- MEYER J., BARON J.-B. “Les processus impliqués dans les régulations posturales”. “Eléments de neurophysiologie des comportements moteurs”.
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- MEYER, J. et BARON, J.B. Variation de l’activité tonique posturale orthostatique au cours d’une anesthésie régionale du tri-jumeau. Agressologie 37-43 1973 14
- MEYER, J. et BARON, J.B. Participation des afférences trigéminales à la régulation tonique posturale. Aspects statiques et dynamiques. Agressologie 33-40 1976 17
- NOGIER R. , VULLIEZ C. Laser Infra-Rouge en odontostomatologie. Editions Cable. 224 1990
- PEREZ Ph., PRADIER Ph, DAURES J.P, BOUGES S, Les prés-contraintes posturales dans les dysfonctions cranio-mandibulaires in Posture et Environnement LACOUR M, GAGEY PM, 
- WEBER B, Sauramps médical (1997) pages 87-101.
- PERRAUD M. Occlusion et test de Fukuda-Unterberger. Nante. Mémoire de diplome d’université de réhabilitation prothétique fonct. 1994
- PERRAUD M, VILLECHEVROLLE O, VIENNE J.Y, HOORNAERT A, UNGER F, MAÏNETTI J.L, Influence de la modification de l’occlusion sur la posture et l’oculomotricité.
- In Gagey P.m, et Weber B : Entrées du système postural fin. Masson Paris 1995
- ROCABADO M. Altered head position and occlusal patterns. In Solberg, W. ;
- Clark G. : Abnormal jaw mechanics, diagnosis and treatment. Chicago Quintessence Books, édit. 1984
- ROUSSIE-BAUDRY D. In LACOUR M, Collection Posture & équilibre : nouveautés 2001, conceptuelles, instrumentales & cliniques: Asymétries craniofaciales & système oculolabyrintique édition SOLAL Marseille 2001 Pages 173-182
- TRAVELLE J. , SIMONS D. Myofacial pain and dysfunction. The trigger joint manual. 
- Baltimore : Williams and Wilkins 713 1983
- WODA A. Abrégé de physiologie oro-faciale Masson Paris 1983.
- WODA A. FONTENELLE A. Activité tonique et posturale de la mandibule ; mastication ; déglutition. 
  In Ed. : Chateau M. Orthopédie dento-faciale. 1975. Vol 1. J. Prélat. Paris 244-280


Wissenschaftliche Arbeiten von Dr. Bernard Bricot:
PIEDS ET STATIQUE. : Mémoire pour le concours de la médaille d'or des hôpitaux  Marseille 1978.
CONTRIBUTION À LA CORRECTION DES TROUBLES DU TONUS POSTURAL PAR ACTION SUR L'APPUI PODAL. 
THÈSE FAC MED MARSEILLE 1981. 
RÉÉQUILIBRATION DE LA STATIQUE PAR ACTION SUR L'APPUI PODAL REVUE DE PODOLOGIE, NO. 16 DÉCEMBRE 1983.
DOULEURS VERTÉBRALES ET RHUMATISMES : QUE FAIRE ? ... TRAITER LA CAUSE ! REVUE D'ORTHOPÉDIE NUMÉRO SPÉCIAL MAI 1988. Appareil locomoteur, stress, douleurs vertébrales et rhumatismales: que faire? Traiter la cause! Les thérapeutiques du stress, Entretiens de Monaco, Ed. Du Rocher, 161-168, Monaco, 1988.
STATIQUE ET SADAM : COMPTE-RENDU DES QUATRIÈMES JOURNÉES INTERNATIONALES DU COLLÉGE NATIONAL D'OCCLUSODONTOLOGIE MARS 1987.
APPAREIL LOCOMOTEUR, STRESS, DOULEURS VERTÉBRALES ET RHUMATISMALES : LES ENTRETIENS DE MONACO  NOV. 1989.
SYSTÉME POSTURAL ET SCOLIOSES REVUE DU C.I.E.S. NO.5
LA REPROGRAMMATION POSTURALE GLOBALE : COURS MAGISTRAUX du Collége International d'Étude de la Statique (C.I.E.S.) 85, 86, 87, 88, 89, 90, 91, 92, 93, 94, 95, 96, 97, 98, 99, 2000, 2001, 2002, 2003 : France, Italie, Suisse ; 99, 2000 : Portugal ; 96,97,98, 99 : Brésil.  
Place de l´appareil manducateur dans le système tonique postural. Neuvième journées internationales du Collège National d`Occluso. Lyon, 1992.
- LA REPROGRAMMATION POSTURALE GLOBALE : ouvrage de 250 pages ÉDITION SAURAMPS MÉDICAL, MONTPELLIER. I.S.B.N. : 2 84023 1107. - JUIN 96. (Übersetzung in Italienisch und Portugiesisch; Englisch)
- EFFETS DE L'OCCLUSION DENTAIRE SUR LE SYSTÉME POSTURAL (1999) : In : Il Rachide Cervicale, Fabio Scoppa, Marrapese Editore - ROMA - 1999 - 245-264
- LES CRITÈRES DE NORMALITÉ EN POSTUROLOGIE CLINIQUE : NORMALITÉ POSTURALE MORPHOLOGIQUE ET NORMALITÉ STABILOMÉTRIQUE. In : Posture et Équilibre, Nouveautés 2001, conceptuelles, instrumentales et cliniques - Michel Lacour ed. - Solal éditeur, - Marseille - 2001
- MISE EN EVIDENCE DE L'EFFET DES SEMELLES DE REPROGRAMMATION POSTURALE EN STABILOMÉTRIE. - (2000)
- ÉTUDE DE L'EFFICACITÉ DES TECHNIQUES DE REPROGRAMMATION POSTURALE EN STABILOMÉTRIE. Actes du troisième congrés mondial de posturologie. Rome- 21.-.23 - septembre 2000 - 13 ˆ 27 - cranium mandibular disease édizioni. repubblica di San Marino.
- POSTURES NORMALES ET POSTURES PATHOLOGIQUES : RÉSONANCES EUROPÉENNES DU RACHIS No. 34 - 2003  Éditeur : SIRER - Lyon - p. : 1341-1358.
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