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Stammzellentherapie und PRP-Therapie

 

Was sind Stammzellen?

Stammzellen sind noch nicht ausdifferenzierte Zellen, die sich so die Fähigkeit erhalten haben, sich beliebig oft zu teilen und auf eine bestimmte Funktion zu spezialisieren. Das bedeutet, sie können sich zu allen im Körper vorkommenden spezifischen Zellen umwandeln aber auch neue Stammzellen erzeugen.

In Muskelgewebe, Gefäße, Organe - Leber, Milz, Haut etc. - Knorpel, Knochen eingebracht, entscheidet das umgebende Milieu zusammen mit den Wachstumsfaktoren über die Bestimmung der eingebrachten Stammzellen, die die Aufgabe haben, vor Ort regenerierend geschädigte oder abgestorbene Zellen zu ersetzen.

 

Stammzellengewinnung durch das CGF-Verfahren (Concentrated Growth Factors)

Zur Erzeugung der patienteneigenen Stammzellen wird bei mir ein patentiertes Verfahren - das C.G.F.-Verfahren - eingesetzt, bei dem ein Plasma, reich an autologen (körpereigenen) Stammzellen CD34+ und Wachstumsfaktoren aus Ihrem Blut hergestellt wird.
Wachstumsfaktoren sind Proteine, die eine wichtige Rolle bei den komplexen Prozessen der Reparatur und Regeneration von geschädigten Geweben einnehmen. Die  Stammzellen CD34+ erhalten aus dem geschädigten Gewebe einen Reiz und typisieren sich entsprechend der umgebenden Gewebestrukturen.
Sofort nach der Blutabnahme  wird innerhalb von ca. 15 Minuten - ohne die Verwendung von Zusatzstoffen - die körpereigene regenerative Substanz hergestellt.
Bei diesem Verfahren sind Unverträglichkeitsreaktionen sowohl durch die Stammzellen als auch die mit eingesetzten Wachstumsfaktoren noch nie in der mir vorliegenden Literatur beschrieben bzw. in meiner jahrelangen praktischen Tätigkeit beobachtet worden.

Beim CGF-Verfahren sind im Röhrchen in absteigender Reihenfolge:
Serum reich an Proteinen, Nährstoffen, Enzymen und Hormonen und Elektrolyten, einen Bereich mit Fibringel, Wachstumsfaktoren, CD34+ Stammzellen und einen Anteil mit einem Konzentrat aus roten und weißen Blutkörperchen sowie Blutplättchen in dem auch Wachstumsfaktoren enthalten sind.
Das CGF-Verfahren führt durch Stimulation zur Regeneration von Geweben. Die bei dem Verfahren gewonnenen Komponenten können gemäß der vorhandenen Gewebeschädigungen individuell angewendet werden.

Wirkungsweise der CD34+-Stammzellen

Die anflutenden Stammzellen stimulieren das lokale Immunsystem und reduzieren im geschädigten Gewebe die bestehenden Entzündungsvorgänge. Die durch die Entzündung ausgelösten Schmerzen (Schwellung des Gewebes) werden innerhalb kurzer Zeit deutlich reduziert und Schwellungen und Entzündungszeichen (Rötung) gehen zurück. Die Stammzellen regen die vorhandenen, geschädigten Gewebezellen zur Selbstregeneration an. Es werden neue Blutgefäße gebildet und damit der örtliche Stoffwechsel verbessert. In diesem Verlauf kommen neue Stammzellen von außerhalb und werdn in den Verband der geschädigten Zellen als gesunde Zellen eingebaut. Die Reifezeit der Stammzellen beträgt ca. 72 Stunden, innerhalb dieses Zeitraumes wäre eine erneute Anwendung nicht sinnvoll.
 

Einsatzgebiete für das CGF-Verfahren

Die Folgen von Unfällen und chronischen Überlastungen von Gelenken, Knochen und Bändern führen häufig zu degenerativen Veänderungen und Verkalkungen/Kalkeinlagerungen. Wenn diese sich operativ nicht verbessern lassen, ist üblicherweise nur eine symptomatische Therapie mit Medikamenten oder Physiotherapie zur Linderung der Beschwerden möglich. Der Körper hat jedoch ein eigenes Reparatursystem, das normalerweise nur im Falle einer frischen Verletzung greift. Im Falle von chronischen Veränderungen wie Arthrosen oder Bänderverkalkungen ist dieses körpereigene System jedoch überfordert.

Die körpereigenen Stammzellen vom Typ CD34+ können jedoch bei örtlicher Injektion, bei welcher durch die Injektionsnadel eine Miniwunde gesetzt wird, selbst solche Pathologien verbessern.

Im ärztlichen Bereich:
Abszesse
Psoriasis
Cystitis

Colitis
Beckenbodeninsuffizienz (Inkontinenz)
Teleangiektasien
Varizen
vaskuläre Ulzerationen
diabetische Ulzerationen
Ulzera nach Wundliegen
Sehnen- u. Muskelverletzungen (Zerrungen und Risse)
Infektionen der Haut
Bänderverkalkungen
orthopädische Krankheitsbilder
Schiefhals
Schmerzen bei Fibromyalgie
Haut- und Brandwunden
Bandscheibenvorfall
Wirbelgleiten
Atlaskippungen und Verlagerungen
Axis Arthrose des Dens axis
Prostatahypertrophie
Arthrosen der großen und kleinen Gelenke
Knorpelabnutzung

In der Zahnmedizin und Kieferchirurgie gemeinsam mit fachlich spezialisierten Zahnärzten, Orofazial- und Kieferchirurgen:
Extraktion des Zahnes und Sofortimplantat
Implantatstabilisierung
Implantat mit 1- 2 seitigem Knochendefekt und Primärstabilität
Zahnextraktion
Chronische Knochenostitis
Kiefergelenkserkrankungen
Gelenkknorpelaufbau
Gelenkentzündung
Trigeminusneuralgie
Kiefergelenkknacken
CMD
Parodontose und Parodontitis


In der Medizinischen Aesthetik sind sie einsetzbar bei:
Für den Körper ist die Fähigkeit sich zu regenerieren von großer Wichtigkeit. Hierbei spielen die Wachstumsfaktoren und Stammzellen eine entscheidende Rolle.
Die Regenerative Medizin nutzt das Potential des Körpers, sich bei Erkrankungen, Verletzungen und Wunden selbst zu heilen.

Mit zunehmendem Alter kommt es auf Grund der Umstellung der hormonellen Situation besonders deutlich sichtbar zu Veränderungen im Gesichts- und Halsbereich.
Ursache ist der Schwund an Basalzellen der Haut, die insgesamt nur ein begrenztes Teilungsvermögen haben. Sind nicht mehr genügend Basalzellen vorhanden wird unsere Haut dünner und verletzlicher.
Das Bindegewebe wird weniger elastisch und die ursprünglichen kleinen Fettdepots, die unserem Gesicht seine individuelle Form geben wandern langsam nach unten, die Wangen werden schmal und fallen ein.
Körpereigene Stammzellen bieten hier eine effektive Möglichkeit, mit ausschließlich körpereigenem Material und ohne die Risiken und möglichen Nebenwirkungen einer Operation, diesen sichtbaren Alterungsprozessen entgegen zu wirken.

Anwendungsgebiete:
Aknenarben
Faltenauffüllung
Gesichtsmodelierung
Hyperpigmentierung
Photoaging
Haarwachstum
Körpermodelierung
Besenreiser
Schwangerschaftsstreifen

 

 

Andere Verfahren zur Stammzellengewinnung

Stammzellengewinnung aus dem Knochenmark:
Stammzellen, die durch Stanzung aus dem Knochenmark (Operation unter Vollnarkose mit allen eventuellen Risiken und nebenwirkungen) gewonnen werden, müssen im Labor noch kultiviert werden um eine genügende Anzahl von Stammzellen zu erhalten. Die Injektion dieser Stammzellen ist aufgrund des Zeitbedarfs für die Kultivierung erst nach einigen Tagen möglich.
In der mir vorliegenden Literatur sind negative Nebenwirkungen dieses Verfahrens nicht beschrieben.

Theoretisch muss jedoch berücksichtigt werden, dass wenn diese Kultivierung mit denselben Stammzellen mehrfach durchgeführt wird, die Gefahr einer Entartung einzelner Stammzellen bestehen könnte!

Stammzellengewinnung aus dem Fettgewebe:
Das Fettgewebe enthält eine große Anzahl verschiedenster Stammzelltypen. Die Gewinnung von Stammzellen eines Typs ist nur durch ein aufwendiges Trennungsverfahren im Labor möglich. Sollte diese Trennung nicht stattfinden, besteht ein erhöhtes Risiko für eine unerwünschte Störung des Heilungsprozesses.

PRP-Verfahren:
Das übliche PRP-Verfahren (Plated Rich Plasma) stellt vorwiegend Wachstumsfaktoren, und allenfalls eine relativ geringe Anzahl von Stammzellen zur Verfügung.
So kann zwar die Entzündung im geschädigten Gewebe/Organ/Gelenk reduziert werden; eine schnelle Regeneration ist jedoch nur möglich, wenn vor Ort noch genügend heilungsfähige Zellen vorhanden sind.
Als individuelle Reaktion auf dieses Verfahren sind lokale Entzündungen mit Schwellungen und Schmerzen für 1 - 2 Tage berichtet worden.

 

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